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Grundlagen der Farbenlehre
Filed Under (Sonstiges) by lena on 23-08-2010
So, heute möchte ich etwas zu dem Thema Farbsysteme bzw. – räume posten. Nachdem ich letztens in einer Zeitung einen Artikel zu diesem Thema gelesen habe, ist mir klar geworden, dass auch ich mich immer wieder auf die Grundlagen berufen sollte.
Zunächst einmal wurden hier bei die Unterschiede zwischen den Farbsystemen und den Farbräumen erläutert. Bei der Bearbeitung von Bildern kommt ihr von der Aufnahme mit der Kamera über die Wiedergabe am Monitor bis zur Ausgabe am Drucker immer wieder mit anderen Farbräumen und -systemen in Berührung. Dies liegt vorallem daran, dass bislang kein technisches Gerät den kompletten Farbumfang der menschlichen Wahrnehmung erfassen kann. Wenn ihr die Farbwiedergabe eurer Bilder daher zu dem Zeitpunkt der Verarbeitung im Griff haben wollt, lohnt es sich, wenn ihr euch grob mit den Gesetzen der Farbmischung vertraut macht sowie die gängigsten Arbeitsfarbräume kennen lernt.Farbsysteme wie RGB, CMYK und LAB und Arbeitsfarbräume wie sRGB und Adobe RGB werden aufgrund ihrer begrifflichen Nähe gerne in einen Topf geworfen und verwechselt. Dabei beschreiben Farbsysteme lediglich auf welchen Grundfarben ein Model basiert ist und wie sich die Mischfarben zusammensetzten. Farbräume hingegen legen die technische Umsetztung für ein bestimmtes Ausgabemedium fest und übertragen die theoretischen Modelle in die Praxis.
RGB steht für die drei Grundfarben des Modells: Rot, Grün und Blau. Addiert man die Lichtstrahlen dieser drei Farben, entsteht weißes Licht. Die Komplementärfarben Gelb, Cyan und Magenta setzten sich jeweils aus den nebeneinander liegenden Grundfarben zusammen. Gelb wird aus Rot und Grün gemischt, Cyan aus Grün und Blau und Magenta aus Blau und Rot. Schwarz hingegen entsteht, sobald keine der Farben leuchtet.
In dem weißen Licht sind wiederum alle Farben enthalten. Schickt man nun einen weißen Lichtstrahl durch ein Prisma, um das Licht zu fächern, fehlt im Spektrum zwar zunächst die Farbe Magenta, jedoch schließt sich der Farbkreis wieder, sobald man die beiden Enden Rot und blau zusammen führt. Nun entsteht der letzte Mischton!
Das CMYK-Farbsystem zählt zu den subtraktiven Farbmodellen und wird im modernen Offsetdruck verwendet. Die Abkürzung CMYK steht für die drei Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow sowie Schwarz, das mit einer vierten Schlüsselplatte (Key-Plate) ergänzt wird, um die Farbtiefe zu steigern. Bei diesem optischen Modell spricht man von subtraktiv. Jedes Objekt refelktiert das Licht, welches bestimmte Farbanteile reduziert.
Die tatsächliche Farbmischung hingegen erfolgt im CMYK-Druck natürlich nicht subtraktiv sondern Multiplikativ: Dies heißt, dass die Komplementärfarben durch ein Übereinanderdrucken der Grundfarben entstehen. Magenta und Gelb ergeben zusammen Rot. Gelb und Cyan mischen sich zu Grün und wenn ihr Magenta und Cyan zusammen tut, entsteht Blau. Die zusätzliche Druckfarbe Schwarz ist nötig, da dunkles Braun die Pigmente keine optimalen optischen Eigenschaften besitzen. Zudem ist es günstiger, nur Schwarz zu drucken, als dieses immer aus drei Farben mischen zu müssen.

